Wissenschaftler diskutieren über die Zukunft des Menschen

Von Th. v. Randow

Vom Standpunkt der humanistischen Ethik aus kann ich nicht einsehen, warum Menschen ohne weiteres das Recht haben sollen, Kinder in die Welt zu setzen“, sagte der britische Nobelpreisträger Francis Crick. „Es gibt rund eine Million Tonnen überflüssiger Männer allein in diesem Lande“, erklärte der Professor für die Physiologie der Vermehrung an der Cambridge-Universität, Alan S. Parkes und Herr Glikson, Direktor des israelischen Planungskomitees, meinte: „In weiten Gebieten der Welt ist der Mensch nichts anderes als ein pathogener Keim, eine Krankheit. und ... wenn der Nährboden stirbt, dann stirbt natürlich auch der Krankheitserreger.“

Solche frivolen Bemerkungen fielen im letzten Winter bei den lebhaften Diskussionen anläßlich der Einweihung des neuen Konferenzsaales der Ciba-Foundation in London, einer wissenschaftlichen Stiftung des pharmazeutischen Werkes gleichen Namens. Man sprach über das Thema „Der Mensch und seine Zukunft“ im exklusiven Kreise von 27 weltbekannten Gelehrten, darunter fünf Nobelpreisträgern.

Von der drohenden Überbevölkerung des Globus war die Rede, von der biologischen, chemischen und psychologischen Manipulation des Geistes und der Seele, von den sozialen und ethischen Konsequenzen solcher Eingriffe und von dem Zusammenleben der Menschen mit ihren Maschinen.

Jetzt liegt – für jedermann erhältlich – das Protokoll dieses Symposiums der Koryphäen vor:

„Man and his Future“, CIBA-Foundation Volume, edited by Gordon Wolstenholme, J. & A. Churchill Ltd., London 1963, 410 S., 25 s.