Die Deutsche Industriebank, Berlin, deren 20 Mill. DM Grundkapital sich im treuhänderischen Besitz von über 140 Berliner und westdeutschen Unternehmen befindet, hat sich in den wenigen Jahren seit der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit zu einem interessanten und attraktiven Kreditgeber, besonders zur Spitzenfinanzierung von langfristigen Investitionen, entwickelt. Vor allem für mittlere und kleinere Unternehmen, die das Schwergewicht des Berliner Industriepotentials bilden, aber zuweilen nur schwer Zugang zum Kapitalmarkt finden, hat sich das Institut in kurzer Zeit als wertvoller Rat- und Kapitalgeber erwiesen, wozu nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit mit der Industriekreditbank AG, Düsseldorf, beiträgt. An deren Grundkapital ist das Berliner Institut mit unverändert 36 Mill. DM B-Aktien beteiligt.

Nach dem Geschäftsbericht für 1962/63 (31. 3.) hat die Kundschaft der Bank wachsendes Interesse an langfristigen Investitionskrediten gezeigt, die überwiegend zur Rationalisierung und damit zur Produktivitätssteigerung gebraucht wurden. Ein weiterer Teil diente der Konsolidierung investitionsfreudiger Unternehmen, zunehmende Bedeutung gewannen Kredite an westdeutsche Firmen mittlerer Größe, die entweder erstmals in Berlin investierten oder ihre bestehenden Niederlassungen oder Werke stark erweiterten.

Dadurch ist das langfristige Kreditvolumen im Berichtsjahr auf 58,6 (i. V. 49,5) Mill. DM gestiegen, worin nach 7,1 (5,8) Mill. DM Tilgung Auszahlungen im Rahmen des Neugeschäfts von 16,4 (18,5) Mill. DM enthalten sind. Inzwischen hat das langfristige Engagement bereits die 100 Mill. DM überschritten.

In der Bilanz hat sich die Geschäftsausweitung im Volumen von 152,3 (137,9) Mill. DM niedergeschlagen. Nach Zuführung von 0,85 zur „Freien Reserve“ aus dem Reingewinn des Vorjahres stehen insgesamt 26 (25,15) Mill. DM Rücklagen zur Verfügung. Im Berichtsjahr wurden einschließlich Vortrag 0,97 (0,93) Mill. DM Reingewinn erwirtschaftet, von denen 0,9 Mill. DM in die freie Rücklage eingestellt werden sollen. G. G.