Werner Höfer befragt die Bonner Orient-Fahrer Majonica und Martin

Sie haben etwas erreicht, meine Herren, was Politikern nicht alle Tage gelingt: Sie haben Ihren Feinden Anlaß zum Jubel und Ihren Freunden Grund zur Sorge gegeben!“

Ernst Majonica und Dr. Berthold Martin lächeln gelassen – nicht wie zwei Parlamentarier, die zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Wort gesagt haben, sondern wie Volksvertreter, aus denen die Stimme des Gewissens sprach.

„Haben Sie in Kairo wirklich gesagt, was über Ihre Äußerungen gemeldet wurde? Keine diplomatischen Beziehungen zu Israel?“

Ernst Majonica, außenpolitischer „Wunderknabe“ der CDU, seiner asiatischen Interessen wegen als „Majonica von Formosa teils bewundert, teils belächelt, kann diese Frage mit einer einleuchtenden Begründung an seinen Freund Berthold Martin weiterreichen. Denn Majonica, eben erst von einer Operation genesen, lag mit einer heftigen Indisposition im Hotelbett, als der kulturpolitische Vordermann der CDU, der Theologe und Nervenarzt Dr. Berthold Martin, in der Hilton-Halle in den offenen Federhalter eines Herrn Fuad der nationalistischen Zeitung „Al Ahram“ rannte.

„In welcher Sprache wurde das Gespräch geführt?“

„In Englisch. Der arabische Text wurde mir später in einer französischen Rückübersetzung vorgelegt, gegen die ich keine Einwände zu erheben hatte.“