Theo Sommer: „Nur Abhör-Amtshilfe?“, ZEIT Nr. 37

Robert Strobel: „Briefe, die geöffnet werden“, ZEIT Nr. 38

Sie erheben Anklage gegen die Beamten des Verfassungsschutzes, diese hörten widerrechtlich. Telephongespräche ab und verletzten das Postgeheimnis. Gewiß, wir haben keine gesetzliche Verordnung, die solche Maßnahmen erlaubt, aber ist der Sicherheit der BRD nicht mehr damit gedient, daß sich der Verfassungsschutz über alliierte Stellen mit der Bekämpfung feindlicher Agenten – es sind derer mehr als 16 000 in der BRD tätig und es werden immer mehr – befaßt, als daß sich Westdeutschland zu einem weltweiten kaum gestörten Tummelplatz der Spionage ausweiten

Darauf können und dürfen wir nicht warten, nur weil uns die gesetzliche Handhabe fehlt – und es ist fraglich, wann wir sie bekommen werden – und weil sich ein paar Leute in ihrem Geschäftsinteresse durch mysteriöses Knacken in der Telephonleitung brüskiert fühlen! Sie werden doch nicht den Beamten des Verfassungsschutzes unterstellen wollen, sie würden aus den abgehörten Gesprächen, z. B. aus Ihren, Kapital schlagen? Ich verweise dabei auf die Schweigepflicht bei Ärzten und Pastoren!

Peter Dekars, Hinterzarten

Für Ihre mutige und zugleich sachliche Berichterstattung über Vorfälle beim Verfassungsschutzamt spreche ich Ihnen meine Anerkennung aus. Sehr instruktiv war Ihre „Dokumentation zur Verfassungsschutz-Affäre“.

Gert Burchartz, Bensberg