Die Anlage in Versicherungsaktien erfordert eine Spezialkenntnis. Ihre Sonderstellung ergibt sich bereits aus der Tatsache, daß die Preise der Versicherungsaktien nicht in Prozent des Nennwertes, sondern fast ausschließlich in DM pro Stück notiert werden. Darüber hinaus handelt es sich bei den meisten Versicherungsaktien um Namensaktien, deren Übertragung der Zustimmung der Gesellschaft bedarf. Ferner beträgt der Nennwert einer Versicherungsaktie im Gegensatz zu der normalen -Industrieaktie nur in wenigen Fällen 100 DM. Schließlich wäre noch darauf hinzuweisen, daß die Papiere des Versicherungsmarktes oft nicht voll eingezahlt sind. Aus den aufgezählten Gründen braucht der Anleger einen besonderen Wegweiser, den das Bankhaus C. G. Trinkaus, Düsseldorf, in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stellt. In diesen Tagen hat die Bank eine Broschüre über Versicherungsaktien nach dem Stand vom 31. Juli 1963 herausgebracht.

Der Unifonds der Union-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt/Main, hat im laufenden Geschäftsjahr vom 1. 10. 62 bis 23. 9. 63 über 1,5 Millionen Anteile neu placiert. Das Fondsvermögen ist nach Angaben der Gesellschaft im gleichen Zeitraum auf Grund des Neuabsatzes sowie der verbesserten Börsenlage um 77 Mill. auf 227 Mill. DM angestiegen, wobei noch berücksichtigt werden muß, daß die Ertragsausschüttung auf die Anteile im November des Vorjahres einen Betrag von rd. 12. Mill. DM erforderte. Der Ausgabepreis eines Anteils hat sich seit dem 1. 10, 62 (unter Berücksichtigung der obigen Ausschüttung) um 25 % auf 36 DM erhöht.