Herrn Professor Trunz dürfen meine Kommilitonen und ich sehr dankbar sein für seinen Aufsatz „Wissenschaft mit schlechtem Gewissen“ (ZEIT, Nr. 40). Ich glaube sagen zu dürfen, daß die geschilderten Verhältnisse (Professor Trunz gab hier dem an der Literatur Interessierten den Rat, Negersprachen zu studieren – dann bliebe ihm vielleicht noch Zeit, auch Goethe und Hölderlin zu lesen), nicht nur für Germanistik, sondern auch die Anglistik, Romanistik und andere Schwerpunktfächer zutreffen... Um die von Herrn Professor Trunz angedeuteten Folgen zu vermeiden, gibt es nur eine Lösung: eine beträchtliche Vermehrung der Lehrstühle und Diätendozenturen ...

stud. phil. Ernst W. Wreden, 1. Vorsitzender der Fachgruppe Philosophie im Verbände Deutscher Studentenschaften