Ein guter Reiseführer kann den Touristen in USA wie überall davor schützen, schlecht zu schlafen oder zu essen. Aber für den Touristen, der ein Neger ist, kann er, besonders wenn er in den Süden reist, den Unterschied von Schlafen oder Nichtschlafen, Essen oder Nichtessen bedeuten. Es gibt in den Vereinigten Staaten ein solches Handbuch („GO – Guide to Pleasant Motoring“) für die schwarze Bevölkerung, das 500 Hotels und Motels in 50 Staaten anzeigt, die Neger aufnehmen. Es wird vom State Department auch den ausländischen dunklen Gästen überreicht. Ein zweites Buch nennt 1000 Gaststätten und Pensionen („Green Book“).

Es heißt, daß sich seit den letzten zehn Jahren die Situation sehr gebessert habe. Damals konnte man noch oft Neger, die nach Florida zur Erholung fuhren, dort am Highway im Auto übernachten sehen. Motels, heißt es, tendieren dazu, weniger rassenbewußt zu sein als Hotels. Aber die Probleme sind noch ernst. Die meisten „offenen“ Unterkünfte sind in den Negervierteln der Städte, und manche Hotels sind plötzlich überfüllt, wenn ein Farbiger an den Rezeptionstisch tritt. Ausländischen Negergästen, Afrikanern etwa, wird empfohlen, möglichst ihre Landestracht oder ein Kleidungsstück zu tragen, das sie als wichtigen Besucher kennzeichnet, weil sie dann zuvorkommender behandelt würden. Wenn sie in würdiger Toga, mit Stammestätowierungen oder einem Turban oder buntem Käppi durch die Straßen wallen oder in ein elegantes Hotel oder Restaurant treten, wird sie niemand für die Sorte von Negern halten, die man diskriminieren müsse... EM

Frankfurt–Kairo in viereinhalb Stunden

Anfang November richtet die BOAC (British Overseas Airways Corporation) einen neuen Comet-Schnelldienst von London über Frankfurt nach Kairo ein.