„Dich haben sie natürlich wieder nicht erwähnt, Du bist ja nie dabei“, sagte Ingwelde, meine Frau, und wippte unheilverkündend mit dem Fuß ihres übergelegten Beins, während sie sich gleichzeitig eine Praline in den Mund steckte.

„Was liest Du denn da gerade?“, fragte ich argwöhnisch, wenn auch etwas geistesabwesend, denn ich hatte mir eben Gedanken über das beklagenswerte Schicksal einer großen Regierungspartei gemacht, die seit einem Jahr das Pech hat, daß sich einige ihrer führenden Leute – vielleicht etwas tapsig im Umgang mit der Macht – immerzu auf frischer Tat erwischen lassen, was furchtbar nervös machen muß. Meiner Ingwelde könnte so was, unter uns gesagt, niemals passieren.

„Ich studiere die erste Liste von Leuten, deren Briefe geöffnet wurden.“

„Aha“, sagte ich, eher auf Abschreckung als auf Vorwärtsverteidigung eingestellt.

„Und Du fehlst darauf.“

Friedrich Sieburg und Winifred Martini wahrscheinlich auch.“

„Ist das ein Vergleich?“