FÜR alle, die Bilder nicht nur gern sehen, sondern sich auch über das Wesen der Kunst Gedanken machen –

Georges Braque: „Vom Geheimnis der Kunst“, Gesammelte Schriften und von Dora Vallier aufgezeichnete Erinnerungen und Gespräche, mit Photos; Verlag Die Arche, Zürich; 96 S., 7,80 DM.

ES ENTHÄLT (übrigens schon 1958 erschienen, aber durch den Tod Braques erneut aktuell geworden) unter anderem Huldigungen des Dichters Apollinaire und de Bildhauers Giäcometti an Braque, Äußerungen des Künstlers selber über sich und seine Arbeit, Auszüge aus seinen Aufzeichnungen autobiographischen und theoretischen Charakters von 1917 bis 1952.

ES GEFÄLLT, weil hier einer der größten Künstler unseres Jahrhunderts uns Einblick in seine ebenso lebhaften wie systematisch sich ordnenden Gedanken über Kunst gibt. Die Äußerungen aber Elemente der Bildkomposition zum Beispiel sind ebenso aufschlußreich wie der Respekt vor dem, was intellektuell nicht zu erklären und nicht zu rechtfertigen ist: vor dem Geheimnis der schöpferischen Komponente künstlerischer Arbeit. R. D.