Im Alter von neunundsechzig Jahren starb in Paris Tristan Tzara, der zusammen mit Hugo Ball, Richard Huelsenbeck, Hans Arp, Emmy Hennings, Marcel Janko und anderen im Zürcher Cabaret Voltaire Anfang 1916 den Dadaismus begründet hatte – als wütenden Protest gegen alles Bürgerliche und bisher Dagewesene. Dazu Tzara im Jahre 1963: „Dada war der Ausdruck des während des Ersten Weltkrieges und der darauffolgenden Leidensjahre entstandenen heftigen Schmerzes der Heranwachsenden. Was wir wollten, das war, mit den geläufigen Werten aufräumen, aber zugunsten der höchsten menschlichen Werte.“ Aber: „Man muß eine Bewegung zum Abschluß bringen können, wenn sie ihr Ende erreicht hat, und was ich Breton vorwerfe, ist, daß er den Surrealismus nicht aufzuhalten verstanden hat.“ In den letzten Jahren hat Tzara fast nur noch Gedichte geschrieben: „Ich halte Eluards Formel ‚die Liebe, die Poesie’ für richtig. Es gibt nichts anderes. Nur noch die Revolution...“ a.e.