Zwei Friedensoffensiven aus Ost und West kreuzten sich am Jahresbeginn. US-Präsident Johrson will keine außenpolitische Pause einlegen. Er drängt seine Mitarbeiter, neue Vorschläge für die Ost-West-Entspannung auszuarbeiten. Die Deutschland-Pläne von 1959 (Genfer Konferenz) und vom Frühjahr 1962 (Sondierungsgespräche über Berlin) wurden wieder aus den Archiven geholt. Chruschtschow wir schneller als .. die Amerikaner: Er scilug ein Vier-Punkte-Abkommen vor, ccm alle Staaten beitreten können. Trotz der Propaganda sehen Westdiplomaten in der Note einen „Aufhänger“ für Gegenvorschläge.

Der sowjetische Plan sieht vor:

1. Feierlicher Verzicht auf Gewaltanwendung zur Änderung bestehender Grenzen.

2. Das Hoheitsgebiet keines Staates darf – auch nicht zeitweilig – Objekt einer Invasion, eines Überfalls oder einer militärischen Besetzung sein.

3. Weder verschiedene Gesellschafts- und Staatsordnung noch fehlende diplomatische Beziehungen oder andere Vorwände sind ein Grund für die Verletzung der territorialen Integrität eines Staates.

4. Gebietsstreitigkeiten sind übereinstimmend mit der UN-Charta durch Verhandlungen und Vermittlungen beizulegen.

Ausnahme: Unterdrückte Völker dürfen die Waffen gegen ihre Unterdrücker erheben, wenn diese ihnen ihr Recht gewaltsam verweigern. In den geteilten Ländern sollen die Völker ohne äußere Einmischung und ohne militärische Besetzung die Wiedervereinigung durch friedliche Mittel anstreben.