Kwame Nkrumah, „lebenslänglicher“ Präsident des westafrikanischen Staates Ghana, verließ seinen Palast, um ins Auto zu steigen. Da sprang der Polizist Kwami Ame-Tewee auf ihn zu und feuerte fünf Schüsse ab. Der Leibwächter des Präsidenten sank tödlich getroffen zu Boden. Aber Nkrumah, der unter seiner grauen Mao-Tse-tung-Jacke eine kugelsichere britische Weste trug, packte den Attentäter, entriß ihm die Waffe und schlug ihn k. o.

So berichtete Radio Ghana den Vorgang seinen Hörern. Doch in Afrika regen sich Zweifel. Wieso war sogleich ein Pressephotograph mit schußbereiter Kamera zur Stelle? Es wird sogar vermutet, das Attentat sei gestellt, um Nkrumah einen neuen Grund zu geben, mit der politischen Opposition aufzuräumen.

Im letzten Monat hatte ein Gericht drei wegen Hochverrats angeklagte Ghanesen freigesprochen. Kurzerhand entließ daraufhin Nkrumah seinen obersten Richter, Sir Arku Korsah – „um Entsetzen der britisch erzogenen Intelligenz seines Landes. Nicht genug damit, soll nun durch eine Volksabstimmung der Einparteienstaat eingeführt werden.