Adriano Moreira: „Portugals Überseepolitik.“ Verlag August Lutzeyer, Baden-Baden, 168 S.

Der frühere Minister für portugiesische Überseegebiete veröffentlicht Reden und Aufsätze über sein Arbeitsgebiet. Wie dies nicht anders denkbar ist, legt er die Ansichten eines patriotischen Portugiesen dar, der stolz darauf ist, was sein Volk jenseits der Ozeane geschaffen hat. Es ist also ein einseitiges Bild, das hier gegeben wird – ein Bild, das die Vertreter der Selbständigkeitsbewegung in den Kolonien nicht billigen werden. Aber es ist mit Kenntnis, Geist und Darstellungkraft entworfen.

Moreiras besondere Aufmerksamkeit gilt Angola. Er erzählt eindringlich von dem Terror der Aufständischen und von ihren Greueltaten. Er wendet sich an die zahlreichen Landsleute, die Plantagen in Angola besitzen, aber in Portugal leben. So gehe das nicht weiter, meint Moreira. Sie müßten sich jetzt in Angola niederlassen mit ihrem Kapital und und ihrem technischen Können. Nur, so können sie dem Gang der Ereignisse aus einer genügenden Nähe folgen, um eingreifen zu können, wenn es notwendig wird. Moreira schließt mit dem Dank an das Schicksal, das den Portugiesen das „große Vaterland“ gegeben habe. A. L.