Woher kommt das Geld?

In der Ausgabe Nr. 52/63 veröffentlichten wir an dieser Stelle einen Überblick über den deutschen Beitrag zum Internationalen Jahr der ruhigen Sonne (IQSY). Wie aus dem Artikel hervorging, ist die Bundesrepublik an diesem weltumspannenden Projekt in erfreulich großem Umfang beteiligt. Ermöglicht wird diese Beteiligung – wir tragen dies gern nach – insbesondere durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die die nationalen IQSY-Projekte in ihr Schwerpunktprogramm eingeschlossen und bisher dafür etwa 3 Millionen D-Mark bewilligt hat.

Der Mond lief rot an

Als der sowjetische Astronom Nikolai Kosyrew 1958 berichtete, er habe einen Gasausbruch auf dem Mond beobachtet, waren viele Wissenschaftler skeptisch. Denn seit langem galt der Mond als durch und-durch erstarrte und erkaltete Gesteinsmasse.

Jetzt bestätigte eine Anzahl amerikanischer Forscher die Befunde Kosyrews. Am 29. Oktober und am 27. November vergangenen Jahres beobachteten insgesamt fünf Astronomen des Lowell-Observatoriums in Flagstaff (Arizona) auf der Mondoberfläche rotschimmernde Flecke, die mit großer Wahrscheinlichkeit von Gasausbrüchen herrührten.

Sie lagen nördlich des Kraters Herodot und am Rand des benachbarten Kraters Aristarch. Der größte Fleck hatte eine Länge von 19 Kilometern und eine Breite von 2 Kilometern. Der rötliche Schimmer war am 29. Oktober zwanzig Minuten lang zu sehen, am 27. November sogar länger als eine Stunde.