In den Zentren der westlichen Großstädte wird es immer schwieriger, im Auto vorwärts zu kommen, und erst, ein Fahrzeug zu parken. Geduld! Nur Geduld! Ohnmächtig wie ein Tropfen im Strom, so gleitet man langsam von Schleuse zu Schleuse, von einem Rotlicht zum andern. Immer rund um die Häuserblocks. Kein Grund zur Erregung. Irgendwo mag sich schließlich ein Plätzchen finden. Stellen wir derweil das Radio an...

Es gab gerade eine Sendung speziell für Autofahrer. Auf ein bißchen Musik folgte dann ein kleiner Witz.

Erste Geschichte: Der Verkehrspolizist stoppt in dem Moment, wo ein Auto den Zebrastreifen erreicht hat. Die Fußgänger stehen vor dem Hindernis wie vor einer Mauer. Bei dem Bemühen, ihnen wenigstens einige Zentimeter Platz zu geben, würgt der Fahrer auch noch den Motor ab. Der Schutzmann kommt und sagt: „Wenn Sie schon unbedingt auf dem Zebrastreifen parken wollen, dann machen Sie doch bitte die Wagentüren auf, damit die Passanten wenigstens durchkrabbeln können!“ Und dann Musik mit lachenden Saxophonen und kichernden Trompeten, hahaha!

Zweite Geschichte: Eine schöne Dame im Pelz liegt der Länge nach auf der Fahrbahn, dicht am Bürgersteig. Ein mitleidiger Mann tritt näher. „Kann ich Ihnen helfen? Sind Sie krank?“ –

„O nein, mein Herr, ich bin nicht krank, aber Sie können, mir helfen, indem Sie sich neben mich legen. Ich warte nämlich auf meinen Mann und halte einen Parkplatz für ihn frei. Er fährt einen Dreihunderter.“

Ich hätte gern noch weitere Geschichten gehört. Denn mit Humor geht bekanntlich alles besser. Da löste sich leider ein Auto aus der Reihe der Parkenden. Ich hatte – ach, zu schnell – meinen Platz gefunden.