„Nein – Schluß jetzt! Davon wirst du mir zu dick“, sagte meine Frau, Ingwelde, und steckte sich die von ihr geknackte Walnuß in den Mund. „Also was kann man jetzt – elektronisch heiraten?“

„So ähnlich“, sagte ich und schielte begehrlich nach den Nüssen, „Herr Furrer hat in Zürich ein Elektronengehirn entwickelt, das ausrechnen kann, wer zu wem paßt. Das Ding heißt Selectron. Herr Furrer soll ein ‚durch und durch moderner Mensch‘ sein“.

„Wie groß ist die Auswahlmöglichkeit?“, wollte Ingwelde wissen.

„Man kann zwischen sechs Partnern wählen“.

„Bloß? Und was hält dieser Herr von Liebe auf den ersten Blick?“

„Gar nichts. Nicht mal auf den zwanzigsten. Und überhaupt nichts von Liebesheiraten. Sie bringen mehr Leid als Glück, findet er.“

„Wie wahr“, sagte Ingwelde und knabberte mit leidvollem Antlitz an einer Walnuß, „und wovon hält er mehr?“