Von Werner Höldi

Zigarre gefällig?“

„Danke, ich rauche nicht mehr!“ Ingrid Ernest hat vor einem Jahr noch in vollen Zügen die nämliche Brasil gepafft, die auch ihr Mann, der Ex-Ufa-Generaldirektor Arno Hauke, bevorzugt.

„War das Snobismus oder Koketterie?“

„Wahrscheinlich habe ich damals schon geahnt, was amerikanische Professoren inzwischen herausgefunden haben: daß Zigarren bekömmlicher sind als Zigaretten.“

Dieser Frau, die weder das Aussehen noch das Auftreten eines Vamps hat, müssen weit über 20 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Mord zutrauen. Wer sich darauf einläßt, in „Tim Frazer“ mitzumachen, ist vom ersten bis zum letzten Augenblick verdächtig. Anderthalb Wochen lang wird das deutschsprechende Fernsehvolk wieder vom Krimi-Fieber geschüttelt. Wer an diesen sechs Abenden vor dem Bildschirm sitzt, gerät unversehens in die Rolle des Privatdetektivs. Jedermann fragt sich und andere: Wer ist der Mörder?

„Sind Sie die Mörderin, Frau Ernest?“