Der SPD-Pressedienst fordert, daß die Parteien sich untereinander über die für Juni bevorstehende Wahl des Bundespräsidenten einigen. Begründung: Es sei nicht gut, wenn das Amt des Bundespräsidenten in eine öffentliche Diskussion gerate und in parteipolitischen Schacher.

Das ist nach allem, was wir 1959 – also bei der vorigen Wahl – erlebten, ein beherzigenswerter Standpunkt. Allerdings nur dann, wenn dadurch der Schacher wirklich vermieden wird. Sollte es sich jedoch nur darum handeln, die öffentliche Diskussion auszuschalten, um die parteipolitische Schacherei möglichst ungestört hinter dem Rücken der Staatsbürger betreiben zu können, dann wäre dieser Rat in höchstem Maße verwerflich. Dff.