Wenn Franzosen zusammenarbeiten ...

Frankreichs zweit- und viertgrößter Automobilhersteller, Citroën und Peugeot, sind übereingekommen, auf dem Gebiet des Einkaufs (insbesondere von Zubehörartikeln) zusammenzuarbeiten. Diese Nachricht hat großes Aufsehen erregt, weil vermutet wird, daß daraus eines Tages eine finanzielle Verflechtung entstehen kann. Die Firmenleitungen haben diese Vermutungen ausdrücklich dementiert. Wenn diese Gerüchte sich dennoch hartnäckig halten, dann deshalb, weil die beiden Unternehmen die einzigen der vier großen der französischen Autoindustrie sind, die sich im Privatbesitz befinden. Beide Unternehmen konnten im vergangenen Jahr ihre Produktion um fast 12 Prozent ausweiten. Citroën stellte insgesamt 437 800 (Vorjahr 357 800) und Peugeot 289 200 (265 300) Kraftfahrzeuge her.

Die Börse entscheidet

Noch ist der Zeitpunkt nicht entschieden, an dem die Braun AG., Frankfurt, die am 30. September 1963 ihr zweites Geschäftsjahr als Aktiengesellschaft beendet hat, ihre Aktien auf den Kapitalmarkt einführen Will. Man möchte die günstigste Börsensituation abwarten. Im vergangenen Geschäftsjahr hat das Elektrounternehmen seinen Umsatz um 10 Prozent auf 114,3 Millionen Mark ausweiten können, währena im Konzernbereich von rund 4600 Mitarbeitern Verkäufe von 145 Millionen Mark erzielt werden konnten. Da die Ertragslage günstig ist, ist eine um 2 auf 14 Prozent erhöhte Dividende vorgesehen.

Die teure Erdölsuche

Wieder 7 Prozent Dividende möchte die Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG), Essen, ihren rund 60 000 Aktionären auf das Grundkapital von 480 Millionen Mark zahlen, teilt das Unternehmen in einem Aktionärsbrief mit. Eine Dividendenerhöhung hält man nicht für möglich, obwohl der Fremdumsatz des Konzerns um 8 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Mark gestiegen ist. Während sich die Betriebsergebnisse im Bergbau verbesserten, belasteten die erheblich höheren Aufwendungen für die Erdölsuche in Lybien (8 Millionen Mark wurden aktiviert, 9 Millionen als außerordentlicher Aufwand verbucht) das Ergebnis der Raffinerie-Tochter Gelsenberg Benzin AG sehr. Auch fehlten die fast 40 Millionen außerordentlichen Erträge, die im Vorjahr aus Grundstücksverkäufen anfielen.