Theodore („Ted“) Sorensen, 35, das „zweite Ich“ John F. Kennedys, scheidet aus den Diensten des Weißen Hauses. Er will in den nächsten Monaten ein Buch über Kennedy schreiben, mit dem er elf Jahre zusammenarbeitete. Kennedys berühmte Reden wurden von ihm entworfen.

Karl Rowan, 38, bislang Botschafter in Helsinki, wurde Leiter des UN-Informationsamts. Er ist der ranghöchste Farbige in der Regierung.

Humberto Delgado, Gegner des portugiesischen Regierungschefs Salazar, verlegt seinen Exilsitz von Prag nach Algier. Der Exgeneral wurde bei einer Geheimkonferenz in Algier Präsident einer „portugiesischen Revolutionsjunta“.

Sepp Schwarz, Flüchtlingsstaatssekretär in Baden-Württemberg, trat von der Gesamtdeutschen Partei GDP/BHE zur CDU über. Im Landtag gibt es jetzt keine BHE-Fraktion mehr.

Sithu U Thant, UN-Generalsekretär, brachte die arabischen Diplomaten in Verlegenheit. Er startete im Fastenmonat Ramadan zu einer Reise nach Nordafrika.

Lal Bahadur Shastri, Spitzenpolitiker der indischen Kongreßpartei und Vertrauter Nehrus, soll provisorisch die Regierungsgeschäfte führen. Der 74jährige Premier Nehru wird sich von seinem leichten Schlaganfall kaum wieder ganz erholen. Seine Ärzte rieten ihm ab, auf Einladung Chruschtschows zur Kur in die UdSSR zu reisen.

Iain Macleod, Unterhausführer unter Macmillan, jetzt Chefredakteur des „Spectator“, griff Macmillan an, weil er von Anfang an den besser qualifizierten Politiker Butler überging und der Regierung den rechtskonservativen Lord Home vor die Nase setzte. Bei einer Wahlniederlage der Konservativen hofft Macleod auf die Parteiführung.

Lorin Maazel, 34, amerikanischer Dirigent und Geiger, wurde für die nächsten Jahre als Generalmusikdirektor an die Deutsche Oper Berlin berufen. Er wird zugleich Chefdirigent des Radio-Symphonie-Orchesters.