Am Dienstag trat in Genf die UN-Abrüstungskonferenz zusammen: Siebzehn Nationen nehmen teil: die NATO-Staaten USA, England und Italien, die Ostblockstaaten Sowjetunion, Polen, CSSR, Rumänien und Uncarn, ferner die Blockfreien Brasilien, Eirma, Äthiopien, Indien, Mexiko, Niceria, Schweden und Ägypten. Frankreich, das seinen Platz am Konferenztisch einzunehmen verschmäht, ist nur durch einen diplomatischen Kiebitz vertreten.

Nach den ermutigenden Anfängen im vergangenen Jahr – Tesf-Sfopp-Verfrag, „heißer Draht“ Moskau–Washington, Atomwaffenbann für den Weltraum – werden die 17 Mächte neue Abrüstungspläne püfen. Die USA schlagen vor: Verbot unterirdischer Kernwaffenversuche; keine Weitergabe von Atomwaffen an andere Staaten; Beschränkung der strategischen Waffen und der Produktion von spaltbarem Material; zwanzig bis dreißig Kontrollposten an Verkehrsknotenpunkten auf beiden Seifen des Eisernen Vorhangs, um Überraschungsangriffe zu verhüten; Verbrennung der veralteten amerikanischen „B 47“-Bomber und der sowjetischen „Dachs“-Bomber.

Die Sowjetunion schlägt vor: ein internationales Abkommen für allseitigen Gewaltverzicht (Johnson wünscht dessen Ausdehnung auf Subversion und indirekte Aggression); ferner: Truppenreduzierungen, Nicht-Angriffspakt NATO–Warschauer Pakt, kernwaffenfreie Zonen.

Als Vorleistung haben die Amerikaner ihre Uran-Produktion um 25 Prozent gekürzt, vier Reaktoren geschlossen und den Wehrhaushalt geringfügig reduziert. Moskau beschnitt seinerseits das sowjetische Militärbudget.