Autos unverkäuflich

Mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat der viertgrößte Automobilproduzent Amerikas. American Motors, der im vergangenen Jahr rund 426 000 Autos verkaufte, und etwa 5,5 Prozent des amerikanischen Marktes beliefert, hat mit Beginn dieser Woche die Automobilherstellung eingeschränkt. Etwa um 11 Prozent weniger Fahrzeuge sollen produziert und rund 11 Prozent der Belegschaft entlassen werden, damit die Lagerbestände in Einklang mit der Produktion gebracht werden.

Kräftig gewachsen

Die Zentralbank der badischen Sparkassen, die Badische Kommunale Landesbank – Girozentrale, Mannheim, hat im vergangenen Geschäftsjahr ihre Bilanzsumme um 14 Prozent auf 2,81 Milliarden Mark ausweiten können. Während das kurzfristige Geschäft bilanzmäßig rückläufig war, nahmen insbesondere die langfristigen Ausleihungen gegen Kommunaldeckung um 67 auf 714 Millionen Mark und die Darlehen gegen Grundpfandrechte um 50 auf 334 Millionen Mark zu.

Wesentlich verschlechtert

Weiter zurückstecken mußte die Ilseder Hütte, Peine, an der der Bund eine Sperrminorität besitzt. Die Kapazität war infolge abflauender Nachfrage nach Walzstahlerzeugnissen im Jahresdurchschnitt nur mit etwa 85 Prozent ausgelastet. Der Fremdumsatz der Ilseder Hütte nahm infolgedessen um etwa 5 Prozent (vom Vorjahresstand von rund 281 Millionen Mark) ab. Kein Wunder, daß sich die Ertragslage verschlechtert hat. Wie sehr, läßt der Aktionärsbrief andeutungsweise erkennen, in dem die Rede davon ist, daß mit einem „wesentlich schlechteren Jahresergebnis gerechnet werden muß“. Im Vorjahr war die Dividende von 8 Prozent zum Teil aus der Auflösung von Rücklagen „finanziert“ worden. Die Aktionäre dürfen also allenfalls damit rechnen, mit einer Anstandsdividende bedient zu werden.

Erfolg im Export

Die Girmes-Werke AG. in Oedt bei Krefeld, eines der größten Textilunternehmen der Bundesrepublik, hat kürzlich zum ersten Male Aktionärsbriefe verschickt. Die Gesellschaft hatte gute Gründe: Der Umsatz der Girmes-Gruppe ist im Geschäftsjahr 1963 auf ca. 150 Millionen Mark gestiegen und hat damit eine Zuwachsrate von rund 17 Prozent erzielt. (1962: 7,4 Prozent). An dieser Steigerung ist besonders der Export beteiligt, der um rund 31 Prozent (1962 = 10,3 Prozent) zugenommen hat, während der Iniandumsatz eine Zunahme um rund 11 Prozent (1962: 6 Prozent) zu verzeichnen hat. Der Anteil des Exports am Umsatz lag im Geschäftsjahr 1963 bei mehr als 36 Prozent. Diese Umsatzsteigerung ist vor allem auf die gute Geschäftsentwicklung in Damenoberbekleidungsstoffen zurückzuführen. Daneben produziert die Firma insbesondere Samt und Plüsch sowie Reisedecken, Teppiche und Möbelstoffe. Bei der günstigen Entwicklung wird möglicherweise die Dividende um 2 Prozent auf 18 Prozent erhöht.