Großbritannien hat die USA, Italien, Frankreich und auch Deutschland ersucht, NATO-Truppen nach Zypern zu entsenden. Seine militärischen Verpflichtungen in Ostafrika und Malaysia haben Englands Eingreifreserven erschöpft, die Lage auf der Kriseninsel im östlichen Mittelmeer hat sich jedoch noch immer nicht beruhigt. Die Reaktion der Regierung in Nikosia: UN-Truppe – ja; NATO-Truppe – nein. Makarios sieht einen Ausweg aus der Krise, wenn de Gaulle Truppen schickt.

Nach drei Wochen ist die Londoner Zypern-Konferenz auf dem toten Punkt angelangt. Auf Zypern kam es zu neuen Zwischenfällen. Eine türkische Moschee wurde gesprengt; zwei Griechen wurden erschossen. Die Türkei und Griechenland alarmierten wiederum ihre Truppen.

Alarmierend für Staatspräsident Makarios war indessen das Wiederauftauchen seines alten Rivalen General Grivas auf der politischen Szene. Der ehemalige Chef der EOKA-Partisanen berief 150 Gegner des Erzbischofs nach Athen. Er droht, eine zypriotische Gegenregierung zu bilden.