17. Dezember 1963: Passierschein-Übereinkunft in Berlin. Bis zum 5. Januar besuchen 1,2 Millionen Westberliner Verwandte in Osiberlin. Etwa fünf Millionen Menschen aus beiden Teilen Deutschlands treffen sich hinter der Mauer.

4. Januar 1964: Osiberlin schlägt ein Treffen zwischen dem stellvertretenden DDR-Ministerpräsidenten Abusch und Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt vor – wird abgelehnt.

Januar/Februar: Sechs Gespräche zwischen Senatsrat Korbe und Staatssekretär Wendt über Verlängerung und Verbesserung des Abkommens.

10. Januar: Gemeinsamer Vorschlag Senat–Bundesregierung: Freizügigkeit in ganz Berlin. Alle Westberliner sollen frei nach Ostberlin dürfen, ebenso alle Ostberliner frei nach Westberlin. Nicht nur an Feiertagen, sondern Dauerregelung. Technische Erweiterungen.

17. Januar: Ostberlin bietet langfristige Lösung an. „Erwartungen“: Wechselkurs 1:1, Auflösung der Flüchtlingslager, kein Notaufnahmeverfahren mehr, keine Agentenzentralen und keine „Revanchistentreffen“ in Westberlin. Themen wie „Freizügigkeit“ nur auf höherer Ebene zu verhandeln.

24. Januar: Neuer westlicher Vorschlag: Änderungen in Protokoll („Berlin, Hauptstadt der DDR“ soll verschwinden); Dauerpassierscheine für ein Jahr für alle Einwohner Westberlins; Ausgabe durch Westberliner Beamte.

13. Februar: Gegenvorschlag der DDR: Zunächst nur Verwandtenbesuche zu Ostern und Pfingsten, analog der Weihnachtsregelung. Ausgase wieder durch DDR-Postbeamte in Westberlin. Passierscheinstellen einen Monat geöffnet. Kurzfristige Ausgabe bei dringenden Familienangelegenheiten. Passierscheine auch für getrennt lebende Ehepaare.