„Vier für Texas“ (USA; Verleih Warner): Robert Aldrich hat mit „Massai“ und „Vera Cruz“ (beide 1954) zwei gar nicht so schlechte Western gemacht, besonders „Massai“, die Geschichte einer aufsässigen Rothaut, verdient Anerkennung. Nicht zuletzt, weil Aldrich mit diesem Film eindeutig Partei für die in Reservaten zusammengetriebenen Indianer nimmt. Sein neuer Film ist wieder ein Western, mit Stars (Sinatra, Martin) und in Farbe, aber leider herzlich schlecht. Nach zehn Minuten (Knallerei, Verfolgungsjagd und ein Duell um Gold) ziehen sich die Helden um und stolzieren für den Rest des Films im Frack einher. Die Damen Ekberg und Andress machen die Angelegenheit auch nicht gerade ansehnlicher. Hier und da wird verstohlen noch ein Seitenhiebchen losgelassen, auch die obligate Anspielung auf das Matriarchat fehlt nicht. Bis sich am Ende alle zum Ringelreihen um den Altar finden, hat man die dürftige Kostüm-Klamotte längst über. Gelegentliche Western-Rudimente, ein vereinzelter Schuß und eine echte Leiche, wirken hier fatal, als seichte Brutalität. uwe