Karl Heinrich Peter (Herausgeber): Proklamationen und Manifeste. Cotta Verlag, Stuttgart; 428 Seiten, 19,80 DM.

Die Dokumentenreihe des Cottaschen Verlages verspricht, ein Erfolg zu werden. Den "Reden, die die Welt bewegten" und den "Briefen zur Weltgeschichte" folgen jetzt die Manifeste. Die Veröffentlichung beginnt mit Octavians Proskriptionserklärung, führt mittelalterliche Kaiser und Päpste an, zitiert neuzeitliche Fürsten, Staatsmänner und Demagogen, bringt schließlich Woodrow Wilson ebenso wie Karl Liebknecht und Friedrich Ebert und schließt mit Hirohito, Kemal Gürsel und Charles de Gaulle. Peter hat die Texte mit Sachkunde und Liebe ausgewählt. Neben bekannten Manifesten findet man auch viele, die man noch nicht gelesen hatte. Natürlich vermißt man auch einige; über die Auswahl läßt sich bei solchen Unternehmungen immer streiten, jeder hat da seine Lieblinge. Der Rezensent jedenfalls hat sich in dem Buche bald festgelesen. Zusammen mit den beiden anderen Bänden der Reihe ist es eine wertvolle Ergänzung jeder erzählenden Darstellung der Weltgeschichte. P. P.