Gibt Pittermann nach?

Der österreichische Vizekanzler Dr. Bruno Pittermann, Sozialist seines Zeichens, deutet zum erstenmal das Einverständnis seiner Partei zur Bildung einer gemeinsamen deutsch-österreichischen Siemens-Gesellschaft an. Allerdings besteht er darauf, daß das Haus Siemens nur 49 Prozent seiner enteigneten Gesellschaften zurückkaufen darf. 51 Prozent soll im Besitz des europäischen Staates bleiben. Nach den bisherigen Erfahrungen mit österreichischen Staatsbetrieben scheint Siemens wenig geneigt zu sein, sich majorisieren zu lassen. Eine Siemens-Neugründung in Österreich (nach dem AEG-Muster) dürfte vielversprechender sein.

Mit Millionen in die Strümpfe

Werner Otto, Chef eines der größten westdeutschen Versandunternehmen, gründete die Gesellschaft für Beteiligungen und Investierungen mbH & Co. KG zunächst mit einem Kommanditkapital von sechs Millionen DM. Hier ist er Alleininhaber. Die KG soll eine Holding von Industriebeteiligungen werden. Der Anfang wurde mit der Übernahme von 12,5 Prozent des Kapitals der Schulte & Dieckhoff KG gemacht. In diesem Zusammenhang wurde das Gesellschaftskapital von Schulte & Dieckhoff, Horstmar, einer der größten Strumpfhersteller der Welt, auf 50 Millionen erhöht.

Fast Bilanzmillionär

Günstiger als erwartet nennt die Pfälzische Hypothekenbank, Ludwigshafen am Rhein, das Ergebnis ihres 78. Geschäftsjahres. Der Nettoabsatz an Pfandbriefen und Kommunalobligationen stieg gegenüber dem Vorjahr um fast die Hälfte auf 138 Millionen Mark. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 18 Prozent auf 979 Millionen Mark. Die Rücklagen wurden um 2,7 auf 23 Millionen Mark angereichert. Auf das Grundkapital von 15 Millionen Mark erhalten die Aktionäre eine um 2 auf 16 Prozent erhöhte Dividende.

Über dem Durchschnitt