Es ist wesentlich förderungswürdiger, dem kleinen Bausparer zum Eigenheim und damit auch zu einer Alterssicherung zu verhelfen, als durch eine sogenannte Harmonisierung des Prämiengefüges beispielsweise die Möglichkeiten mittelfristiger Industriefinanzierung auf Kosten des Steuerzahlers zu erhöhen. – Mit dieser Feststellung tippt die Verwaltung der Neue Heimstatt Bauspar-AG, München, eine der Sorgen an, welche die Bausparkassen zur Zeit bewegen. Infolge des stufenweisen Abbaues der öffentlichen Förderungsmittel rechnet das Institut auch in den nächsten Jahren mit einer weiteren Zunahme steuerbegünstigter und freifinanzierter Bauten. Insbesondere in den Ballungsgebieten dürfte sich dabei die Nachfrage nach Eigentumswohnungen – im Hinblick auf den Mangel an Bauland und die hohen Grundstückspreise – fortsetzen. Die Modernisierung des Althausbesitzes wird an die Bausparkassen besondere Anforderungen stellen.

Die Neue Heimstatt erhöhte 1963 ihre Neuabschlüsse um 32,9 Prozent (Bundesdurchschnitt 19,2) Prozent auf 312 Millionen DM; der Vertragsbestand erreicht jetzt rund 1,3 Milliarden. Infolge zusätzlicher Sparleistungen und vorzeitiger Tilgungen sind die Geldeingänge um 17 Prozent gestiegen. Es werden mindestens wieder 10 Prozent Dividende und 4 Prozent Bonus auf 1,5 Millionen eingezahltes Kapital erwartet. Die Bayer. Hypobank und die Gagfah sind je zur Hälfte beteiligt. B.N.