Denken macht die Augen groß

Je intensiver wir denken, desto größer werden unsere Pupillen. Zu diesem Resultat gelangten Dr. Eckhard H. Heß und James M. Polt an der Universität von Chikago.

Fünf Versuchspersonen mußten verhältnismäßig einfache Multiplikationsaufgaben im Kopf lösen, und während sie dies taten, wurden ihre Augen mit einer Filmkamera aufgenommen. Die Auswertung der Filme ergab, daß sich die Pupillen der Kopfrechner langsam weiteten, während sie über ihrem Problem grübelten. Sobald jedoch die Lösung gefunden war, nahmen die Pupillen sofort wieder ihre normale Größe an.

Die Pupillenvergrößerung entsprach dem Schwierigkeitsgrad des Problems. Sie betrug zum Beispiel 10,8 Prozent bei der Rechenaufgabe 7 x 8, und 21,6 Prozent, während sich die Versuchspersonen bemühten, 16 mit 23 zu multiplizieren.

Die Tatsache, daß sich unsere Pupillen bei besonderer Aufmerksamkeit, Gemütsbewegungen und angestrengtem Nachdenken weiten, hatten schon frühere Forschungen ergeben. Den beiden amerikanischen Psychologen Hess und Polt geht es nun darum, eine Gesetzmäßigkeit zwischen der Heftigkeit jener physischen Reaktion und der Größe der psychischen Anforderung zu finden, was gegebenenfalls zu neuen Intelligenztestmethoden führen kann.

Umgetauftes Alpha-Teilchen

Das Vokabular der Atomphysiker soll um ein neues Wort bereichert werden: Helion. Diese Bezeichnung hat der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling vom California Institute of Technology für das Alphateilchen vorgeschlagen, den Kern des Helium-4-Atoms. Die Begründung: Durch den neuen Namen wird der Helium-4-Kern begrifflich den atomaren Teilchen Elektron, Neutron, Proton, Deuterion und Triton zugeordnet.