Die statistisch erfaßbaren Werbeaufwendungen in der Bundesrepublik haben im vergangenen Jahr zum ersten Male die 3-Milliarden-Grenze überschritten. Die Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehen und durch Plakatanschlag hat um insgesamt 347 Millionen Mark zugenommen. Die Zuwachsrate lag mit 11,8 Prozent etwas höher als im Jahr zuvor (10,5 Prozent). Die Anzeige hat sich wieder als die "Königin der Werbemittel" erwiesen. Noch immer führt die Anzeigenwerbung in Zeitungen, aber in verhältnismäßig kurzer Zeit ist sie von der Anzeigenwerbung in Zeitschriften, die 1952 nur etwa die Hälfte der gesamten Anzeigenwerbung ausmachte, fast eingeholt worden. Die prozentual größte Steigerungsquote erzielte das Werbefernsehen mit 29,9 Prozent. Die Anzeigenwerbung in Zeitungen und Zeitschriften stieg demgegenüber nur um 9,9 Prozent. Einschließlich Direktwerbung und Werbung in Filmtheatern, über die in diesem Jahr zum ersten Male Zahlen vorgelegt werden, erreichten die Werbeaufwendungen insgesamt eine Höhe von 4,5 Milliarden Mark. Das entspricht 1,4 Prozent des Volkseinkommens. Mit dieser Quote liegt die Bundesrepublik noch weit hinter den Vereinigten Staaten (1962 = 2,74 Prozent) und Großbritannien (1962 = 2,0 Prozent). W.B.