In dem Artikel "Störung des akademischen Lebens" (ZEIT Nr. 9 vom 28. 2. 64) wurde aus der Dokumentation von Wolfgang Koppel "Justiz im Zwielicht" zitiert. In dieser Dokumentation wird die berufliche Wirksamkeit Professor Schwinges im Dritten Reich mit dem Satz charakterisiert: "Kommentar zum Militärstrafgesetzbuch mit extensiver Auslegung der Kriegssonderstrafrechtsverordnung und Empfehlung zu sofortiger Urteilsvollstreckung bei den Frontgerichten ohne Überprüfung." Nach Überprüfung des Sachverhalts müssen wir feststellen, daß die darin liegenden Behauptungen unrichtig sind.

Die ZEIT hat weiter aus einer Dokumentation zitiert, die der Student Eberhard Schön aus juristischen Texten von Prof. Schwinge zusammengestellt hat. Sie wurde herausgegeben vom Liberalen Studentenbund, der Demokratischen Sozialen Hochschulgemeinschaft, dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund und dem Internationalen Studentenbund. Zu dieser Dokumentation teilt uns Professor Schwinge mit, daß es sich bei diesen Auszügen um eine Zusammenstellung aus dem Zusammenhang gerissener und entstellter Sätze handelt, die ein falsches Bild von seiner beruflichen Wirksamkeit im Dritten Reich geben.

DIE ZEIT