Aktionäre müssen verzichten

Der italienische Montecatini-Konzern wird für 1963 keine Dividende ausschütten. Angesichts der Schwierigkeiten, denen sich das Unternehmen seit längerer Zeit gegenübersieht, war dieser Schritt zu erwarten. Der Montecatini-Kurs ist an den Börsen in den vergangenen Monaten scharf zurückgenommen worden. Für 1962 wurde von Montecatini eine Nettodividende von 85 Lire je Aktie gezahlt, aber nicht aus dem Gewinn, sondern aus den Reserven. Jetzt soll der Substanzverzehr gebremst werden. Die negative Seite der Dividendenlosigkeit: Die "mögliche" Emission einer Anleihe oder von Aktien muß auf einen "günstigeren" Zeitpunkt verschoben werden.

Druck auf die Erträge

Als Hersteller von Investitionsgütern mußte sich die H. Maihak AG, Hamburg, durch neue Entwicklungen den veränderten Investitionsneigungen ihrer Kundschaft anpassen. Dieser Vorgang, führte offensichtlich im 2. Halbjahr 1963 zu einem gewissen Umsatzschwund. Inzwischen hat sich die Lage jedoch wieder verbessert. Der Auftragseingang liegt um 5 Prozent höher als im Vorjahr, der Auftragsbestand sogar um 8 Prozent über dem vom 31.12.1962. Obwohl ein spürbarer Druck auf die Erträge herrschte, geriet die bisherige Dividende von 12 Prozent nicht in Gefahr. In einem Aktionärsbrief wurde dieser Satz auch für 1963 wieder in Aussicht gestellt.

Verlust bei Bull

Die Schwierigkeiten, in die die Compagnie des Machines Bull, Paris, geraten ist, schlagen sich nunmehr auch in der Bilanz für 1963 nieder. Sie weist einen Verlust von 128,25 Millionen Francs aus, der aus den Reserven gedeckt werden soll. Aus der Bilanz geht hervor, daß sich die französische Gesellschaft in ihren Investitionen eindeutig übernommen hat. Die Misere geht also nicht auf das laufende Geschäft zurück, das sich 1963 ganz passabel entwickelt.

Wieder ein Rekord

Die Bayerische Gemeindebank, Girozentrale, (München) hat im Geschäftsjahr 1963 die Bilanzsumme um 0,9 auf 5,4 (4,5) Milliarden DM ausgeweitet und damit den größten Geschäftszuwachs seit der Währungsreform erzielt. Das Institut ist als Zentralbank der bayerischen Sparkassen tätig. Die Expansion kam durch die beachtliche Erhöhung der Spareinlagen und durch die Zunahmen der langfristigen Ausleihungen.