Der größte Chemiekonzern Europas, Imperial Chemical Industries Ltd. (ICI), hat seinen Auslandsumsatz 1963 stark erhöht. Von dem von 578,9 auf 624,1 Millionen Pfund gestiegenen Gesamtumsatz entfielen 1963 298,7 Millionen auf das Auslandsgeschäft der Muttergesellschaft, der englischen Tochtergesellschaften und der ausländischen Beteiligungsgesellschaften. Dieser Zunahme um rund 28 Millionen steht eine Erhöhung des Inlandsgeschäfts um nur wenig mehr als 17 Millionen auf 325,4 Millionen Pfund gegenüber. Damit ist der Inlandsabsatz um 6, der Export um 14 Prozent gestiegen.

Am stärksten weitete sich der Ost-Export aus: von 4,9 auf 10 Millionen Pfund. Die nächsthöhere Zuwachsrate weist der EWG-Absatz aus: von 13,3 auf 16,7 Millionen, während der Absatz im EWG-Raum nur von 19,8 auf 20,1 Millionen Pfund stieg.

Die Verwaltung setzt auch weiterhin die größten Hoffnungen auf das Auslandsgeschäft. In den USA wurde gemeinsam mit US Rubber die Rubicon Chemicals Inc. gegründet. In Europa wurden die Produktionsanlagen bei der ICI Holland für zwei Kunststofftypen fertiggestellt. In Baleycourt bei Verdun wurde ein Kunststoffwerk seiner Bestimmung übergeben. Ein weiteres befindet sich in Italien im Bau. In Spanien wurde der Auftrag zum Bau eines Polyethylene-Werkes erteilt. In der Bundesrepublik schließlich hat die ICI-Tochter British Nylon Spinners mit dem Bau eines großen Nylon-Werkes in der Nähe von Heidelberg begonnen.

Als Dividende werden 28,1 Millionen Pfund ausgeschüttet. Das entspricht 13,75 Prozent des Aktienkapitals. Die Vorjahresdividende betrug 10 Prozent. mh.