Präsident Sukarnos Armee muß zur Zeit einen Zweifrontenkrieg führen. Während der Partisaneneinsatz gegen die malaysischen Staaten in Nordborneo verstärkt wurde – etwa tausend Guerillas sollen bereits über die Grenzen gesickert sein –, brach auf Celebes, der drittgrößten Insel der Republik Indonesiens, eine neue Rebellion aus. Zwanzig Bataillone wurden aufgeboten, um bis zum Nationalfeiertag am 17. August den Aufstand niederzuwerfen. Kriegsschiffe kontrollieren die Westküste der Insel, um angebliche Waffentransporte aus dem malaysischen Hafen Tawau zu unterbinden.

Die Rebellen zerfallen in zwei Gruppen. Etwa tausend Guerillas unterstehen dem Religionsfanatiker Kahar Muzzakar, geschworener Feind Djakartas, seit sich Sukarno vor vierzehn Jahren weigerte, Indonesien als Moslemstaat zu proklamieren. Der andere Rebellenchef, Oberstleutnant Selle Matolla, der sich schon in den fünfziger Jahren einmal gegen die Zentralregierung erhob, kommandiert 3000 Mann. Er baute sich als Bezirkskommandeur in Südwest-Celebes ein eigenes Reich auf. Seinen Soldaten zahlt er höheren Sold als Djakarta. Mit Nordborneo unterhält er illegale, einträgliche Exportgeschäfte mit Kopra. Den Moslem-Rebellen verkaufte er Waffen und Munition. Bei den letzten Kämpfen sollen sich 1500 Rebellen im Dschungel ergeben haben.