Fliegendes U-Boot

Die amerikanische Kriegsmarine möchte ein fliegendes U-Boot bauen. In einem von der US-Regierung herausgegebenen Blatt, das Industriefirmen über Möglichkeiten für Staatsaufträge informiert, wurden "Firmen mit Erfahrung und nachgewiesener Kapazität" gesucht, die sich an Studien zur Entwicklung eines solchen Projekts beteiligen möchten. Im amerikanischen Amt für Marine-Waffen, wo die Meldungen von Interessenten entgegengenommen werden, denkt man etwa an ein kleines Flugzeug mit ein oder zwei Mann Besatzung, das in der Lage ist, in die Nähe eines feindlichen Objekts zu fliegen, unterzutauchen und nach dem Angriff oder der Erkundigungsfahrt durch die Luft das Weite zu suchen.

Der Auftrag, ein fliegendes U-Boot zu entwerfen, stellt die Konstrukteure vor schwierige Probleme. Das schwierigste ist, die gegensätzlichen Forderungen zu vereinigen, die an ein Flugzeug und an ein Tauchboot gestellt werden: Ein Flugzeug muß möglichst leicht sein, ein U-Boot aber schwer genug, um sinken zu können. Das übliche Tauchverfahren, bei dem Tauchtanks geflutet werden, scheidet für ein Flugzeug herkömmlicher Bauart aus: Es müßte bis zur Kanzel volllaufen, um sinken zu können.

Gas unter der Nordsee

Unter der Nordsee vermuten. Fachleute das größte Erdgaslager der Welt. Zahlreiche Erdölgesellschaften wetteifern bereits miteinander, die Vorräte von schätzungsweise sechs Billionen Kubikmetern aufzuspüren und abzuzapfen.

Diese Entwicklung bahnte sich vor vier Jahren an, als bei Slochteren im Nordosten der Niederlande ein ausgedehntes Erdgaslager entdeckt wurde, dessen Vorräte auf 400 Milliarden Kubikmeter veranschlagt wurden. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß dieses Vorkommen mindestens dreimal soviel Erdgas enthält.

Da unter dem Wattenmeer und der Nordsee ähnliche geologische Formationen auftreten wie bei Slochteren, rechnen Experten auch dort mit Rekordvorkommen. Gebohrt wird unter anderem an mehreren Stellen vor der englischen Südküste, auf den Westfriesischen Inseln, vor der Emsmündung, bei den Ostfriesischen Inseln Wangerooge und Borkum. Im Herbst soll eine Tiefbohrung auf Helgoland angesetzt werden.