Franz Josef Strauß, Verteidigungsminister a. D., veröffentlicht ein Buch über seinen Anteil am Aufbau der Bundeswehr. Titel: „Une armee renaissante“ („Wiedergeburt einer Armee“). Alle Rechte an dem Manuskript hat die „Edition Table Ronde“ in Paris, die sich auf rechtsradikale Autoren spezialisiert hat.

Jack Ruby, wegen Mordes am mutmaßlichen Mörder Kennedys zum Tode verurteilt, inszenierte in seiner Gefängniszelle in Dallas einen Tobsuchtsanfall. Eine Gefängnismeuterei drei Tage zuvor hatte er verschlafen.

Georges Pompidou, französischer Ministerpräsident, überbrachte dem Kabinett eine Entschuldigung des erkrankten de Gaulle, der seinen Ministern den Operationstermin verheimlichte.

Heinrich Lübke, Bundespräsident, zur Zeit auf Reisen in Südamerika, brachte das peruanische Protokoll in Verlegenheit, da seine Maschine sechs Minuten zu früh in Lima landete. Arturo Illia, argentinischer Staatschef, weigerte sich zunächst, beim Empfang für Lübke am 4. Mai Frack zu tragen, beugte sich dann aber doch dem Protokoll.

John Profumo, britischer Heeresminister a. D., betätigt sich neuerdings als Sozialfürsorger in London, vorerst ohne Entgelt. Ex-Freundin Christine Keeler macht sich auf andere Art nützlich: Sie näht im Gefängnis Postsäcke.

Harold Wilson, Labour-Boß, kopiert die Wahltaktik, die Harold Macmillan 1959 zu hohem Wahlsieg verholfen hatte: Er besucht im Juni, drei Monate vor der Unterhauswahl, Nikita Chruschtschow.

Lucien Paye, bisher Vertreter Frankreichs im Senegal, vormals Erziehungsminister und Lehrer, wurde Erster Botschafter seines Landes in der Volksrepublik China. Peking entsandte nach Paris den Revolutions-General Huang T sehen, früher Botschafter in Budapest und Djakarta und Vizeaußenminister.