Mit schrillen Mißtcnen begann die Weltausstellung in New York. Die Organisation zur Bekämpfung der Rassendiskriminierung, denen die negerfreundliche Politik der Regierung zu lasch und langsam ist, hatten Hunderte von Demonstranten aufgeboten, die hupend, singend, schreiend, mit Sitz- und Liegestreiks auf U-Bahnhöfen, Rolltreppen und in Pavilloneingängen die Besucher des ersten Tages (eine halbe Million) an die Not der Neger erinnern sollten.

Mit dem Erfolg des „gewaltlosen Feldzugs“ dürften die Organ satoren kaum zufrieden sein. Die Neger selbst beteiligten sich nur im Verhältnis 19 an den Krawallen. Die Presse reagierte ebenso unfreundlich wie die Polizei. Nur wenige der Ausstellungsgäste, vornehmlich Angehörige des Mittelstandes, zeigten sich beeindruckt. Die meisten waren angewidert, verärgert oder gleichgültig.

Am nutzlosesten waren die Sprechchöre bei der Eröffnungsrede Präsident Johnsons, der beinahe niedergeschrien wurde. Gelächter brach aus, ab er Gottes Hilfe beschwor, um eine Welt zu schaffen, „in der alle Menschen gleich sind“. Steinernen Gesichts verließ Johnson das Ausstellungsgelände. Anderntags behielt er, der Vorkämpfer für Kennedys Bürgerrechtsvorlage, das letzte Wort: „Wir lassen uns weder durch Fanatismus noch durch Ungezogenheiten aufhalten.“