Das Ende des in den letzten Jahren vielfach als anstößig empfundenen Paragraphen 7b des Einkommensteuergesetzes ist endgültig. Selbst wenn der Bundesrat dem Wunsch der SPD entspricht und wegen des neuen Gesetzes über Abschreibungen bei Gebäuden den Vermittlungsausschuß anruft – die „Baulöwen“ können als erlegt gelten. Die Jagd endet, das kann man Leute schon voraussagen, mit einem Halali.

Strittig ist lediglich noch die Frage, ob die Abschreibungen bei Gebäuden – ausgenommen sind die von einem neuen Paragraphen 7b begünstigten Eigenheime – degressiv sein sollen oder nicht. Während die Regierungsparteien es für richtig halten, entgegen den Vorstellungen der Bundesregierung und entgegen der bisherigen Regelung eine mäßige Degression oder einen gleichbleibenden Abschreibungssatz von zwei Prozent wahlweise zu gestatten, befürchten die Sozialdemokraten bei dieser Regelung neue Impulse für die Baukonjunktur. Aber ist man nicht an dem Holzweg, wenn man annimmt, daß sich degressive Abschreibungsmöglichkeiten von zunächst 3,5 Prozent konjunkturfördernd auswirlen, noch dazu, wenn der Bauherr später dafür nur mehr ein Prozent abschreiben darf?

Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes sollte durch Einschaltung des Vermittlungsausschusses durch den Bundesrat nicht verzögert werden, damit möglichst bald Klarheit herrscht und die Bauherren disponieren können. Das wichtigste Ergebnis ist doch so oder so: Die mit Recht gelästerten Auswüchse im Mietwohnungsbau gehören der Vergangenheit an. j. e.