Das ist noch gar nichts“, meinte Heinz, mein technischer Berater, überlegen, als ich ihm erzählte, in Amerika könne man – laut Vance Packard – auf dem Bildschirm kontrollieren, wer die Nachbarn besucht. „Das ist erst der Anfang. Der Fortschritt ist unaufhaltsam! Ich versichere Dir: In zehn Jahren wird es zwar noch immer Fernseh-Studios und Programmbeiräte geben – aber das Fernsehen selbst ist so tot wie heute das Kino!“

„Statt dessen gibt es dann ...?“

„Fernsehen! Aber richtiges! Keine produzierten Programme mehr. Das Leben selbst. Live – im wahrsten Sinne. Jede Wohnung – ein Fernsehstudio. Jeder Quadratmeter im Umkreis von zunächst einmal, hundert Meter, ist einstellbar und absehbar“. Mir blieb die Luft weg.

„Wer weiß“, fuhr er fort, „vielleicht ist gerade eine Testsendung im Gange und wir sind auf irgendeinem Bildschirm zu sehen“.

„Das hättest Du mir früher sagen können“, sagte ich und schnitt sofort ein interessantes Gesicht.

„Nicht so laut! Vielleicht kann man Dich gerade hören!“ Ich wurde ziemlich nervös. Was sieht man beim ‚richtigen‘ Fernsehen?“, fragte ich.

„Morgens: Siebenhagens Aufstehen und Frühstück!“