DÜSSELDORF (Galerie Axel Vömel):

„Horst Skodlerrak“

Neue Arbeiten von Skodlerrak sind bis zum 20. Mai bei Axel Vömel zu sehen, 40 Ölbilder und 20 Zeichnungen, die 1963 in Florenz entstanden sind. Skodlerrak hat fast ein Jahr als Villa-Romana-Preisträger in Florenz gelebt, er hat Italien vorher nicht gekannt. Die tektonische Landschaft der Toskana kommt seiner Bildkonzeption entgegen: Hügel, Bergstädte, ein Stück Mauer, ein Torbogen, Zypressen, alle diese Dinge, die darauf warten, mit dem spitzen Pinsel akkurat und kalligraphisch in die größeren hellen Farbflächen hineingeschrieben zu werden. Die Bilder haben das übliche kleine Format, Miniaturen in Grau, Braun, Oliv, in zartesten Tönungen, bezaubernd im Detail, aber niemals eng, sondern großzügig mit einem Gefühl für die Weite der Landschaft, für die Transparenz der dünn gestrichenen lasierten Flächen, die den Himmel oder einfach den Hintergrund für die Stilleben aus toskanischen Landschaftsfragmenten abgeben. Skodlerraks Bilder sind in die gängigen Kategorien nicht einzuordnen, es ist erfreulich, daß es Einzelgänger und Außenseiter gibt.

KÖLN (Kunstverein):

„Autour du Cubisme“

Der Kölnische Kunstverein feiert sein 125jähriges Bestehen mit einer umfangreichen eigenwilligen Kubisten-Ausstellung. Der Akzent liegt aber nicht auf den drei Größen im Sternbild des Kubismus, sondern bei den anderen Malern, die entweder vorübergehend, wie Dufy, Mondrian und Severini, in den Bannkreis des Kubismus gerieten oder für immer autour du cubisme blieben. In Frankreich sind auch diese Maler außerordentlich gesucht, bei uns sind sie selten zu sehen: Marie Blanchard, Albert Gleizes, Auguste Herbin, Jean Metzinger, Louis Marcoussis, André Lhote, Leopold Survage, Georges Vlamir. Man wird ihnen nicht gerecht, wenn man sie an den Initiatoren mißt, wenn man sie als Mitläufer klassifiziert. Sie variieren die Ideen und Themen, sie demonstrieren die Breite der kubistischen Bewegung, sie fragen dazu bei, sie zu popularisieren. Der Direktor des Kölnischen Kunstvereins Toni Feldenkirchen hat diese Jubiläumsschau mit besonderer Sorgfalt vorbereitet. Sie dauert bis zum 18. Mai. g. s.