Beim gegenwärtigen Literaturzustand ist durch Konversation mehr zu erreichen als durch Publikation.

Hugo von Hofmannsthal

Kommen wieder sieben fette Jahre?

Die letzten Jahre waren dürr für die Freunde des Western: Außer John Ford, „Der Mann, der Liberty Valance erschoß“ und Sam Peckinpahs „Sacramento“ kam nichts Nennenswertes mehr über den Atlantik. Anthony Mann, der mit „Winchester 73“ und „Tin Star“ zwei der allerschönsten Western gemacht hat, scheint sich auf historische Ausstattungsfilme zu spezialisieren: „The Fall of the Roman Empire“ heißt sein neuer Film, mit dem die Filmfestspiele in Cannes eröffnet wurden; Robert Aldrich hat mit „Vier für Texas“ seinen Freunden, die noch an „Massai“ und „Vera Cruz“ denken, eine bittere Enttäuschung bereitet, die große Cinerama-Produktion „Das war der Wilde Westen“ sah sich wie ein Abgesang in eigener Sache. Inzwischen kommt frohe Kunde aus Hollywood. John Ford setzt sich nicht zur Ruhe, sondern dreht „Cheyenne Autumn“ auch der alte Raoul Walsh hat sich noch einmal aufgerafft, mit „A Distant Trumpet“, John Sturges macht „The Hallelujah Train“ und die große Hoffnung aller Western-Freunde, Sam Peckinpah, ist eifrig bei den Vorbereitungen zu „Major Dundee“. Sein Film und der von Ford werden, wenn es nicht mit dem Teufel zugeht, für die lange Wartezeit entschädigen.

Salvador Dali

Am 11. Mai feiert Salvador Dali, 1904 in Figueras in Spanien geboren, Surrealist auf der Leinwand, Possentreiber und seines Zeichens eine vorwiegend inkommensurable Erscheinung, seinen 60. Geburtstag. Wie er dieses bürgerliche Ereignis mit seinen sonstigen Rollen koordinieren wird – darüber wird man vielleicht hinterher noch einiges Staunenswerte hören.