Wohnungsbau bevorzugt

Die Karlsruher Lebensversicherung AG, Karlsruhe, deren Chef Dr. Alex Möller einer der Wirtschaftsexperten der SPD ist, hat die im Jahre 1963 für langfristige Anlagen zur Verfügung stehenden Mittel vornehmlich in Wohnungsneubauten, Hypotheken, Schuldscheinforderungen und Wertpapieren angelegt. Das Lebensversicherungsgeschäft verlief befriedigend; der Versicherungsbestand stieg von 2,6 auf 2,8 Milliarden Mark. Die Aktionäre erhalten für 1963 wieder eine Dividende von 12 Prozent. Der Hauptversammlung wird eine Erhöhung des Grundkapitals um 2,25 auf 6,75 Millionen vorgeschlagen. Die neuen Namensaktien sind mit 40 Prozent einzuzahlen. Großaktionäre der Gesellschaft mit je 43 Prozent des Aktienkapitals sind die Allianz und die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft.

Bonus für alte Aktionäre?

Auf der Hauptversammlung der Reichhold Chemie AG, Hamburg, wurde von einem Versammlungsteilnehmer der Antrag gestellt: Die Gesellschaft möge den über 65 Jahre alten Aktionären einen Sonderbonus (Altersbonus) gewähren. Die Verwaltung wies diesen recht seltsamen Vorschlag natürlich als nicht diskutabel zurück. Es würde auch dem Aktiengesetz widersprechen, wenn einige Unternehmen dazu übergingen, einen privaten Lastenausgleich zu veranstalten.

Nun auch bei 16 Prozent

Einstimmig genehmigt wurde von gut zwei Dutzend Aktionärsbevollmächtigten der Jahresabschluß der Bayrischen Handelsbank, Bodenkreditanstalt München, deren Grundkapital von 12,5 Millionen zu über 50 Prozent bei der Bayrischen Vereinsbank liegt. Der weitaus höhere Jahresgewinn von 4,8 (3,5) Millionen Mark ist nicht nur den Rücklagen (2 noch 3) zugute gekommen, sondern auch den Aktionären: Sie erhielten mit 16 Prozent in Prozent Dividende mehr als im Vorjahr.

Lorenz Hutschenreuther verdiente mehr