Ich kam in Lissabon gerade aus dem Theater und zündete mir eine Zigarette an“, so erzählte ein Journalist, „da kam plötzlich ein Agent der Steuerfahndung auf mich zu und verlangte meine Feuerzeug-Lizenz. Dummerweise hatte ich sie zu Hause liegen gelassen, aber ich schwor dem Manne Stein und Bein, daß ich eine gültige, bezahlte Lizenz für mein Feuerzeug besaß. Es half mir alles nichts, ich wurde festgenommen und in eine Haftzelle gesteckt, wo ich neunzehn ungemütliche Stunden zubringen mußte. Erst dann, als die Behörden wieder geöffnet waren, ließ es sich nachweisen, daß ich die Steuer bezahlt hatte und also kein Schwarzfeuerzeugler war...“ Der Mann phantasiert keineswegs, und Touristen sollten es sich merken: Der portugiesische Staat, Inhaber des Streichholz-Monopols, bangt um seinen Umsatz. Daher die Feuerzeugschein-Steuer von 48,50 Escudoas (für die man 97 Heftchen mit 3880 Hölzern bekäme). Die Statistik verrät, daß es 1962 schon 87 381 Feuerzeugschein-Inhaber gegeben hat. Übrigens hat es wenig Sinn, den Apparat unterm Mantel zu zünden, denn die Denunzianten sind ermuntert: Für den verurteilten Delinquenten bekommen sie fünfzehn Prozent der Geldstrafe, immerhin etwa sieben Mark. Das sind wieviel Streichhölzer?

Das gewaltige Ding

Ein Barkeeper, drei Kellnerinnen und zwei Gäste im Clansman-Hotel – hoch droben in Schottland – beschwören, es ganz genau gesehen zu haben. Die Herren wie die Damen hatten rein zufällig ihre Blicke über den still ruhenden See schweifen lassen und „das gewaltige Ding“ beobachtet; es sei mit einer schwarzen, Leder ähnlichen Haut versehen gewesen. Schrecken in den Gesichtern, sahen sie, wie „das gewaltige Ding“ sich mit „seitlichen Schlangenbewegungen“ in die Wellen schlug. „Ich beobachtete es einen Augenblick“, so brach es aus dem Barkeeper hervor, „und fragte meine beiden Kunden, wofür sie das hielten. Alle waren der Meinung, daß es...“ Das es was war? „... daß es das Ungeheuer gewesen sei.“ Es bleibt lediglich zu bemerken, daß die Beobachtung pünktlich zu Beginn der Reisesaison getan wurde. Am Loch Ness.

Moped-Mädchen

Der Verband der Londoner Taxifahrer hat bereits protestiert, obwohl die Lizenz noch gar nicht erteilt worden ist: die Lizenz für hundert mit Beifahrersitzen ausgestattete Taxi-Mopeds. Ein Schotte, Fabrikant von Beruf, hatte die Idee, die flinken Zweiräder im chaotischen Gedränge der Londoner City fahren zu lassen, und den Mut, Behendigkeit gegen Bequemlichkeit zu setzen. Der Fahrpreis wird deshalb nicht nach der Entfernung, sondern nach der Fahrzeit bemessen werden; wer wacklig sitzt, ist für Eile dankbar. An den hundert Lenkern sitzen, übrigens, junge hübsche Mädchen als Chauffeusen. Welcher Mann, dahinter auf dem Sozius, dächte bei solch sonnigen Aussichten auf solch entzückende Rücken an Londoner Nebel, gar an Regen?

Alle an einem