Der Schneemensch „Yeti“ soll den Nepalesen bei der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Landes helfen. Seit Jahren geistert er über die Hänge des Himalaja und macht vor allem den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest, unsicher. Auf der „UN-Konferenz für Handel und Entwicklung“ (Welthandelskonferenz) in Genf erklärte nun der Delegierte Nepals, Krishna Bom Malla: „Wir werden in Zukunft aus ihm Kapital schlagen.“ Der Yeti soll die größte Touristenattraktion Nepals werden.

Der Tourismus wird in Zukunft für Nepal eine wichtige Einnahmequelle darstellen. Das bergige, unfruchtbare Land will auf diese Art die fehlenden Devisen beschaffen. Die 900 km lange Kette des Himalaja, die sich mit dem Mount Everest und einer ganzen Reihe mehr oder weniger bekannter Berggipfel durch Nepal zieht, wird 1964 etwa 10 000 Touristen anlocken.

Mit Hilfe des Yeti soll der Touristenstrom noch gesteigert werden. Auf das ungläubige Kopfschütteln der Delegierten in Genf antwortete Bom Malla: „Wir glauben, daß der Yeti existiert. Berühmte Sherpas wollen ihn gesehen haben. Wenn die Touristen ihn aber nicht finden können, haben wir immer noch einhörnige Nashörner und andere Attraktionen zur Entschädigung.“ Ku.