FDP. jeden Leser, „der nicht ganz unbegründete Ansprüche auf Bildung zu machen sich für berechtigt halten darf“, wie es in der vor nun genau hundert Jahren erschienenen ersten Auflage hieß:

‚Geflügelte Worte“ – Der Zitatenschatz des deutschen Volkes, gesammelt und erläutert von Georg Büchmann, fortgesetzt von Walter Robert-tornow, Konrad Weidling, Eduard Ippel, Bogdan Krieger, Gunther Haupt und Werner Rust, 31. Auflage (Jubiläumsausgabe) durchgesehen von Alfred Grunow; Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung, Berlin; XII + 990 S., 32,50 DM.

ES ENTHÄLT Erklärungen und Belege zu 4000 literarisch nachweisbaren, deutschen und fremdsprachigen Redensarten, von „Tohuwabohu“ zur „unbewältigten Vergangenheit“, und ist im übrigen ein nur wenig veränderter Nachdruck der großen, auf die Höhe der Zeit gebrachten Neuausgabe von 1961. Entfernt wurde zum Beispiel „Nitribitt“, auch in dieser Auflage noch nicht erklärt wurden etwa „Kalter Krieg“ oder „Eiserner Vorhang“.

ES GEFÄLLT, weil diese Ausgabe in Büchmanns Originalverlag von allen acht, die zur Zeit angeboten werden, die bei weitem reichhaltigste Fortführung eines längst unentbehrlichen Nachschlagewerks ist. Mit ihr wird das 100jährige Jubiläum der „Geflügelten Worte“ und gleichzeitig das 350jährige der Haude & Spenerschen Verlagsbuchhandlung gefeiert, a.e.