• Die Deutsche Erdöl AG hat im Jahre 1963 „aufgeräumt“. Neben der Ausschüttung einer Dividende von wieder 10 Prozent, war es möglich, die 50 prozentige Beteiligung an der stillgelegten Oleonaphta GmbH, Brunsbüttelkoog, und alle Verpflichtungen daraus voll abzuschreiben. Kostenpunkt etwa 9 Millionen Mark. Daneben wurden alle Möglichkeiten steuermindernder Gewinnverwendung ausgenutzt. Ein strittiger Punkt blieb in dieser Hinsicht die Rheinpreussen-Beteiligung. Die Rheinpreussen-Aktien notierte am Jahresschluß mit 95 Prozent, während die DEA diese Aktien noch mit 151 Prozent zu Buch stehen hat. Inzwischen ist der Rheinpreussen-Kurs auf 140 Prozent gestiegen.
  • Bei der Rheinpreussen AG hat 1963 eine große Bilanzbereinigung stattgefunden. Der Verlustvorfrag von 11,8 Millionen wurde je zur Hälfte aus dem Betriebergebnis und aus anderen („außerordentlichen”) Quellen getilgt. Das Betriebsergebnis für 1964 wird sich vermutlich nicht wesentlich ändern, so daß eine Minimaldividende bei Rheinpreussen für das laufende Jahr nicht ausgeschlossen erscheint.
  • Die Verhandlungen, die Chemie-Tochter Rheinpreussen GmbH, Homberg, voll in die Hand zu bekommen, stehen vor dem Abschluß. Bisher liegen 50 Prozent des 8 Millionen betragenden Gesellschafterkapitals noch bei der Familie Haniel. Die Übernahme des Haniel-Anteils ist finanziell bereits gesichert.
  • Die Investitionen im DEA-Bereich werden 1964 etwa 100 Millionen betragen, davon werden 50 bis 55 Millionen die DEA selbst betreffen. Die Abschreibungen dürften höher liegen.