Christlicher Glaubenseifer und afrikanische Zauberei sind im Norden Rhodesiens eine grausige Ehe eingegangen. Die Lumpa-Sekte, eine der 2000 christlichen Sekten in Südafrika, entfesselte wilde Massaker unter der Bevölkerung und forderte Polizei und Armee zum Gegenschlag heraus. Mit Speeren und Vorderladern liefen fanatisierte Gläubige geradewegs ins Feuer der Maschinengewehre. Ihre "Prophetin", Alice Lenshina, hatte ihnen als Lohn für ihren tapferen Tod den Himmel versprochen.

Sie selber zog es vor, beim Herannahen der Truppen mit ihrer Familie einen irdischen Zufluchtsort aufzusuchen. Wird sie nicht bald gefangen, so droht in Nordrhodesien, das im Oktober unabhängig wird, ein ähnliches Chaos wie im Kongo. Auch politische Gruppen liefern sich dort öfters blutige Gefechte. Mehr als 10 000 Afrikaner haben sich der nun verbotenen Lumpa-Sekte verschrieben, deren Prophet tin von sich behauptet, sie habe schon einmal gelebt und sei dann wiedergeboren worden. (Siehe auch Kongo-Karte unten)