Von Willy Hochkeppel

Im Jahre 1945 hatte der britische Psychologie-Professor Sir Cyril Burt eine folgenschwere Idee. In einem Rundfunkvortrag erklärte er, man solle einen Verein gründen, der nur die Intelligentesten des Landes zu seinen Mitgliedern zähle.

Noch im gleichen Jahr wurde dieser Vorschlag von einem Mann namens Roland Berrill in die Tat umgesetzt. Das Ergebnis war "mensa".

Man darf annehmen, daß "mensa" bald auch bei uns ein Begriff für alles sein wird, was überdurchschnittliche Gescheitheit bedeutet.

Mensa ist lateinisch und heißt "Tisch", Im vorliegenden Falle ist der runde Tisch gemeint, an dem traditionsgemäß geistige Auseinandersetzungen ausgetragen werden. "Mensa" versteht sich also als eine Art Debattierklub auf allerhöchster geistiger Ebene.

Man zählt gegenwärtig rund 3000 Mitglieder in 45 Ländern, die meisten davon in England und den USA. Sir Cyril ist der Präsident, dem konnte er schlecht entgehen, wenn er sich die Sache auch vielleicht etwas anders vorgestellt haben mochte.

Man gelangt in diese upper class unter ähnlich schwierigen Bedingungen wie das bekannte Kamel durch das Nadelöhr. Es wird verlangt, daß man ein Intelligenzniveau aufweist, das höher liegt als das von 98 Prozent der Menschen! Das heißt, man muß einen Intelligenzquotienten von mindestens 148 aufzuweisen haben.