DIE ZEIT

Zeitungsaustausch – ja oder nein?

Das Institut für angewandte Sozialwissenschaft fragte einen "repräsentativen Querschnitt", ob man in der Bundesrepublik kommunistische Zeitungen verkaufen solle, wenn die DDR westdeutsche Periodika einführt.

Bomber für Tschombe

Die Amerikaner, die schon so viele Lasten tragen, haben sich nun auch am Kongo engagiert. Soldaten der Zentralregierung in Leopoldville fliegen zum Einsatz gegen die Rebellen jetzt in US-Transportmaschinen.

Ausbruch aus der NATO?

In der vorigen Woche haben die Türken einige ihrer der NATO unterstellten Luftwaffenverbände dem atlantischen Oberkommando entzogen; diese Woche taten die Griechen es ihnen nach, indem sie Teile ihrer Land-, See- und Luftstreitkräfte aus dem NATO-Befehlsstrang herausnahmen.

Chinesisches Säbelrasseln

Wie hat Peking auf die Schüsse von Tonking reagiert? Abgesehen von den großen Worten, die in alle Welt tönten, hat es nach allen Informationen auch eine Reihe von militärischen Maßnahmen ergriffen.

Nur ein Pendelschlag

Japan hat am 15. August, dem Tag seiner Kapitulation, die Trauerfeierlichkeiten für die drei Millionen im Zweiten Weltkrieg Gefallenen zum erstenmal seit 1945 in Yasukuni abgehalten.

Wenn ich deutsche Panzer sehe

Zum Thema "Ehrenbezeugung gegenüber Offizieren" erteilte der französische General Brissand am 8.............................

Erst Stalinist, dann Gomulkist

Der Mann, der vor fünfzehn Jahren diese wunderlichen Sätze sprach, ist in der vergangenen Woche dem gleichen Gomulka vor dem polnischen Sejm als würdiger Nachfolger des verstorbenen Aleksander Zawadzki gerühmt und zum neuen Vorsitzenden des polnischen Staatsrates gewählt: Edward Ochab.

Tauziehen um Passierscheine

Der DDR-Staatssekretär Wendt pflegt neuerdings, wenn er mit Senatsrat Korber unter vier Augen zu Passierscheingesprächen zusammentrifft, an dessen vergangene Zeiten in Mitteldeutschland zu erinnern.

"Tagesspiegel" kontra Senat

Das gute Einvernehmen zwischen Senat und Presse in Berlin ist gestört. Einige Zeitungen verübeln Willy Brandt das Schweigen in der Passierscheinfrage.

Zeitspiegel

"Das Projekt des Baus eines Hochhauses und zahlreicher anliegender Gebäude des Parlaments ist schon bestätigt. Dort wird Bonn als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut und darin ist Realismus zu spüren.

"Übelnehmen gilt nicht..."

Was ist des Deutschen Riviera? – Der Strand von Sylt. Was ist das deutsche Saint-Tropez? – Kampen. Unter den Kampenern gibt es von Saison zu Saison immer mehr newcomers und nouveaux riches; es gibt aber auch immer noch die "Freunde der ersten Stunde", die "Altsassen".

Eine Brücke, eine Brücke...

Bautrupps aus der DDR werden Anfang September bei Hirschberg die Saale überqueren, auf der Anhöhe des westdeutschen Ufers Bauhütten errichten und damit beginnen, die Autobahnbrücke Berlin–München, die am Ende des Krieges gesprengt wurde, wiederherzustellen.

Wolf gang Ebert:: Olympische Gedanken

Voller Sorge blicken wirnach Tokio. Aufgewühlt, aufgeschreckt ist fast jeder von uns von den für das ganze Land geradezu beschämenden Resultaten jener Wettkämpfe, die man – es klingt fast etwas unappetitlich – Ost-West-Ausscheidungen nennt und bei denen sich bisher ganz deutlich die Überlegenheit der ostdeutschen Gesellschaftsordnung gezeigt hat.

Schatten über dem Moskauer Konzil

Der Kreml hat nun endlich das Startzeichen gegeben: In einem Leitartikel verkündete die "Prawda", daß die seit langem diskutierte kommunistische Weltkonferenz im Sommer 1965 in Moskau stattfinden soll.

Silberstreifen für die Tories

Als die Leser der Daily Mail am Donnerstag der vergangenen Woche die Schlagzeile auf der Titelseite ihrer Zeitung sahen, waren sie verblüfft.

Goldwaters Schein-Wandlung

Mit dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater vollzieht sich, je näher der offizielle Beginn des Wahlfeldzuges rückt, die gleiche Wandlung, die fast alle Bewerber um das höchste Staatsamt der USA durchmachen.

Wer folgt Togliatti?

Italiens Kommunisten machen sich Gedanken über die Nachfolge Palmiro Togliattis. Vierzig Jahre lang hat er die Partei mit fester Hand durch alle Kursänderungen und Richtungskämpfe geführt.

Kamele grasen auf der Wiese

Über 100 Jahre lang besaß Berlin nur eine Tiersammlung, den 1844 gegründeten, damals außerhalb der Stadt liegenden Zoologischen Garten, der heute eine Fläche von 30 Hektar umfaßt.

Gesucht: Fanny Hill

Kölner Spötter vernahmen am vergangenen Freitag eine Botschaft aus dem Jenseits: Sie behaupteten, das Gekicher des vor 200 Jahren verstorbenen Freudenmädchens Fanny Hill sei im Windschatten der Domtürme zu hören gewesen.

Ein Wohnbüro gefällig?

Am vergangenen Sonnabend fand ich eine Anzeige: Zweieinhalb Zimmer, Bad, Zentralheizung, Miete 235 DM exklusive, ohne Abstand, Wohnbüro, Tel.

Der Trick mit dem "Dr. chi."

Einhundertdreißig Mark Rente bezieht der 1927 geborene B. monatlich dafür, daß er im Kriege eine Kopfverletzung erlitt. Bis vor vier Jahren hatten ihm Mediziner als Gerichtsgutachter attestiert, daß ihn die Schläfenverletzung "vermindert zurechnungsfähig" mache.

Wieviel Schuld trägt der Spießer?

Die Krise der Bundesrepublik hat noch nicht begonnen." Das ist, wenn man so will, der einzige tröstliche Satz, zu dem Gläser sich in seiner sonst trostlosen Analyse deutscher Spießerideologie aufzuraffen vermag.

Streit um Fischer

Als Fritz Fischers Buch "Griff nach der Weltmacht" vor drei Jahren veröffentlicht wurde, schien es zunächst nur die Beachtung der Fachkreise zu gewinnen.

Der gescheiterte Idealist

Woodrow Wilson gehört zu den umstrittensten Gestalten der modernen Geschichte. Viele sehen in ihm den genialen Wegbereiter übernationaler Lösungen im Zusammenleben der Völker, der an der Kurzsichtigkeit mittelmäßiger Politiker habe scheitern müssen.

Kriegsausbruch 1914

George Malcolm Thomson ("Daily Express") hat in seiner Chronologie der zwölf geschichtsträchtigen Tage des Sommers 1914 eine Quelle erschlossen, die bisher von Historikern zu wenig beachtet oder zu gering geachtet wurde: die Leitartikel, Glossen und Kommentare der Journalisten.

Die Marneschlacht

Das "Wunder an der Marne", das im September 1914 Frankreich das Schicksal von 1940 ersparte, ist eine Legende – wie so viele "Wunder" in der Geschichte.

Kongo: Zweites Vietnam?

Der US-Senator John Stennis und Radio Peking waren sich ausnahmsweise einig: Die US-Militärhilfe für den Kongo könnte der erste Schritt zu einem neuen Krieg werden.

Von ZEIT zu ZEIT

Papst Paul VI. forderte die Italiener zum Gebet auf für den sterbenden Staatspräsidenten Antonio Segni Anden todkranken Kommunistenführer Palmiro Togliaffi.

Makarios – nicht ganz allein

Am 13. August, dem 51. Geburtstag des Erzbischofs Makarios, schien es, als sei der Ethnarch von Zypern am Ende seiner politischen Karriere.

Namen der Woche

Alice Lenshina, Prophetin im Lumpaland, stellte sich der nordrhodesischen Polizei. Die Flugblätter, mit denen sie ihre Anhänger bat, den "Heiligen Krieg" gegen die Regierung einzustellen, waren von ihrem Mann unterschrieben.

Libyen: Ohne Union Jack

Noch in diesem Jahr werden die britischen Truppen ihre Stützpunkte im nordafrikanischen Wüstenkönigtum Libyen räumen. Ein neues Abkommen, das den Pachtvertrag von 1952 beendet, wird demnächst unterzeichnet.

Schokolade à la Goldwater

Ein (scheinbar?) verwandelter Goldwater trat vorige Woche in die amerikanische Wahlkampfarena. In der Schokoladenstadt Hershey besänftigte der konservative Präsidentschaftskandidat seine innerparteilichen Gegner vom liberalen Flügel mit einer maßvollen Rede.

Ächtung der Atomwaffen?

Nikita Chruschtschow empfing auf einer Ernte-Inspektionsreise durch Kasakstan den kanadisch-britischen Zeitungsmagnaten Lord Thomson.

Einigung an der Saale

Zweimal müßten am Wochenanfang juristische Definitionen aus der Besatzungszeit herhalten, um die Interessen der Bundesrepublik gegenüber der DDR abzusichern.

Tag des Triumphes

Noch nie in seinem Leben sah Charles de Gaulle so viele Bikinis um sich. Hunderttausende von Badegästen säumten die Straßen und die Ufer von St.

Für Besorgnis kein Grund

So ein Festspielsommer kann dem kritischen Beobachter Anlaß zu allerlei Betrachtungen geben, die bei flüchtigem Hinblick "weit hergeholt" erscheinen mögen, die indessen dennoch vielleicht näher an den Nerv der Wirklichkeit führen als die routinemäßige bloße Zensurenerteilung.

Zeitmosaik

Vor kurzem wurde vom London Symphony Orchestra die Zehnte Sinfonie von Gustav Mahler uraufgeführt – dreiundfünfzig Jahre nach dem Tode des Komponisten.

Kleiner Kunstkalender

"Die Welt der naiven Malerei" Anlsß für diese prächtige Bilderschau sind die Salzburger Festspiele, nach Ansicht der Veranstalter stehen beide Unternehmen in einem geistigen, nicht nur zeitlichen Zusammenhang.

Das rauhe Berliner Betriebsklima

Man kann nicht sagen, daß die Berliner in der Personalpolitik eine besonders glückliche Hand bewiesen haben – wenigstens, was die Kultur betrifft.

Leben und sterben lassen

Ian Fleming ist tot, James Bond ist vaterlos geworden. Aber es besteht die begründete Aussicht, daß der Agent 007 seinen raffinierten Schöpfer um ein Erhebliches überlebt.

Zu empfehlen

Angelo Maria Ripellino: "Majakowskij und das russische Theater der Avantgarde", aus dem Italienischen von Marlis Ingenmey; collection theater, 2, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln; 340 und 16 Photo-Seiten, 16,80 DM.

Schimpfkanonade aus dem Wald

Auch hier reißt eine Frau vor ihrem Gatten aus, diesmal nicht mit dem Rapido ins fashionable Venezia, sondern weiter weg, nach Griechenland, auf eine kleine Insel.

Wettkampf der Systeme

Hans Gresmann sprach – erstmals in dieser 14-Tage-Sendung, die Peter Bender schon seit geraumer Zeit mit sportlicher Fairneß redigiert, einer Veranstaltung von geradezu klassisch liberaler Perspektive (ist es ein Wunder, daß sich in unserer Gesellschaft das wirtschaftliche Konkurrenzdenken auf die große Politik überträgt?).

Film

"Ehen zu dritt" (Italien; Verleih: Interfilm): Die Episoden-Filme häufen sich in unseren Kinos. Das Verfahren, aus drei oder vier kleinen Filmen einen langen zu machen, fordert allerdings nicht nur mehr als ein bloß vage angedeutetes gemeinsames Thema, sondern auch Einheitlichkeit des Stils und der Qualität.

Unser Kritiker sah:: MITTERNACHTSMARKT

Das Europa-Studio hat Theaterglück. Auch die zweite Uraufführung im Salzburger Landestheater war ein Erfolg. Am Schluß wurden die Künstler mit Beifall überschüttet.

Fernsehen: Tu felix Austria...

Von Wien war die Rede, eine Spieldose klimperte O du lieber Augustin, alles ist hin, und der Sprecher aus Deutschland, ein sympathischer Herr, fügte erläuternd hinzu, mit der Vergangenheit verglichen sei heute für die Bewohner der Donau-Metropole eben alles eine Nummer zu groß .

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