Durch den Investitionsboom in der Landwirtschaft ist das Kreditgeschäft des Spitzeninstitutes des Agrarkredits, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt/Main, im vergangenen Jahr bestimmt worden. Die Bilanzsumme stieg um 22 (Vorjahr 11) Prozent auf 2,92 Milliarden Mark, der landwirtschaftliche Hofknecht nahm von 0,82 auf 1,01 Milliarden Mark zu. Vom Gewinn in Höhe von 6,3 (Vorjahr 6) Millionen Mark kommt die Hälfte den Rücklagen zugute, ein Viertel dem Zweckvermögen und das restliche Viertel Förderungsmaßnahmen für die Landwirtschaft.

Die Vereinigte Krankenversicherung AG, Berlin-München, hat ihre Prämieneinnahmen im Jahre 1963 um 14 Prozent auf 193 Millionen Mark steigern können. Damit erreichte die Gesellschaft, deren Großaktionäre die Schweizerische Rückversicherung, Zürich (67 Prozent) und die Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft sind, einen Marktanteil in der Bundesrepublik von 10,7 Prozent aller Prämieneinnahmen der Krankenversicherung. Der Versichertenbestand hat sich von 1,09 auf 1,14 Millionen Personen erhöht. Das Unternehmen hat 1963 gut verdient. Die Aktionäre erhielten 10 Prozent Dividende und weitere 15 Prozent zur Kapitalaufstockung.

Die Raiffeisen- und Volksbanken-Versicherung Allgemeine Versicherungs-AG, (Wiesbaden), steigerte die Beitragseinnahme 1963 um 14,7 auf 128,7 Millionen DM. Die Schäden haben sich gegenüber dem Vorjahr absolut und relativ erhöht. Dennoch wird das Geschäftsergebnis von der Verwaltung insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet. Es ermöglicht, wiederum die Rücklagen zu verstärken, die sich nunmehr auf 26 Millionen bei einem Grundkapital von neun Millionen stellen. Die Dividende beträgt zehn Prozent.

Der Versicherungsbestand des selbst abgeschlossenen Geschäftes der Raiffeisen -und Volksbanken-Versicherung Lebensversicherungs-Gesellschaft AG (Wiesbaden) stellte sich Ende 1963 auf rd. 1,9 Milliarden DM Versicherungssumme. Er hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu versiebenfacht, während der Bestand der deutschen Lebensversicherung sich in dem gleichen Zeitraum nur verdreifacht hat. Vom Tage der Währungsreform an gerechnet, hat der Bestand der Gesellschaft mehr als das Zwanzigfache erreicht.

Die Triton-Belco AG, Hamburg, Großhandel für sanitäre Anlagen, sieht sich der harten Konkurrenz großer Konzerne gegenüber. Das Unternehmen (Großaktionär: AG für Verkehrswesen) mußte auf manchen Auftrag verzichten, um kein Verlustgeschäft zu machen. Dennoch war es möglich, wieder eine Dividende von 14 Prozent auszuschütten. Das laufende Geschäftsjahr hat sich befriedigend angelassen, der Vorstand ließ jedoch nicht erkennen, ob für 1964 eine höhere Ausschüttung erwartet werden kann.

Die Deutsche Kranken-Versicherungs-AG, die zu 94 Prozent der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, Hamburg/Berlin, gehört, hat ihre Prämieneinnahmen im Jahre 1963 um 16,1 Prozent auf 309 Millionen Mark steigern können. Sie errreichte damit einen Marktanteil von 17 Prozent der Prämieneinnahme der Krankenversicherung. Die Gesamtzahl der Versicherten hat sich im Jahre 1963 von 1,33 auf 1,44 Millionen Personen erhöht. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von 1,53 Millionen Mark, davon wurden 0,75 Millionen den Rücklagen zugewiesen. Die Aktionäre kassierten eine Dividende von 10 Prozent. Außerdem erzielten sie weitere fast 5 Prozent zur Einzahlung auf das noch nicht voll eingezahlte Aktienkapital. Die Hamburg-Mannheimer Versicherungs AG hat also an ihrer Beteiligung gut verdient.

Die Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG, Simbach/Inn, konnte im Jahre 1963 ihren Umsatz um 3,7 auf 23,9 Millionen Mark erhöhen und erzielte einen Reingewinn von 3,2 Millionen Mark. Daraus wurde eine Dividende von vier Prozent auf das unveränderte Grundkapital von 80 Millionen Mark ausgeschüttet.